Neues Projektgebiet zur Wiederbegrünung: Kenias South Rift Valley

Die gefährdeten Weideflächen des South Rift Valley in Kenia sind von großer wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Bedeutung. Deshalb freuen wir uns, dass wir in dieser Region mit Restaurierungsarbeiten beginnen konnten. Diese sind Teil unseres neuen Programms mit SORALO, welches das Ziel verfolgt, sowohl Viehzüchter*innen als auch Wildtiere durch Wiederbegrünung zu unterstützen! 

South Rift Valley Kenya

Die Wiederbegrünung erfolgt in Zusammenarbeit mit SORALO (South Rift Association of Land Owners), einer gemeindebasierten Stiftung, die 25 Massai-Gemeinden umfasst. SORALO wurde mit der Vision gegründet, dass durch die Erhaltung einer gesunden und verbundenen Landschaft Pflanzen, Wildtiere und Menschen gemeinsam Leben können!

Bedrohte Wildtiere

Das South Rift ist für bedrohte und gefährdete Arten, wie große Säugetiere und Vögel, von großer Bedeutung. Dieses Gebiet beherbergt mehr als 700 Vogelarten, Tausende von Löwen, und verbindet die Geparden Populationen im Süden Kenias und im Norden Tansanias. Die Region beherbergt außerdem eine wachsende Elefantenpopulation von fast 500 Tieren. 

Landdegradation

Die Produktivität des SORALO South Rift ist in den letzten Jahrzehnten durch verschiedene Faktoren bedroht worden. Dazu gehören der Klimawandel, häufige Dürren und Überschwemmungen, Bodendegradation, invasive Arten und der Verlust der Artenvielfalt. 

Dies hat zu einer erheblichen Bedrohung der Unversehrtheit dieser wichtigen Ökosysteme geführt, die Millionen von Menschen ernähren, welche ihren Lebensunterhalt direkt von den vorhandenen natürlichen Ressourcen ableiten. In den kenianischen Weidelandschaften sind fast 70 % der Bevölkerung hauptsächlich oder teilweise von der Viehzucht abhängig. 

Traditionelles Maasai-Wissen

Glücklicherweise gibt es Lösungen! Wir kombinieren moderne Technologien und Daten mit traditionellem Wissen und zugänglichen Techniken.

Deshalb bauen wir unsere Intervention auf dem traditionellen Wissen der Massai, dem so genannten „Eramatare“, auf. Dieser Ansatz für die Bewirtschaftung pastoraler Ressourcen umfasst die Viehhaltung, die Erhaltung der Wildtiere und das menschliche Wohlergehen. Um dies umzusetzen, konzentriert sich das Projekt auf vier Wege der Veränderung:

1) Wiederherstellung der Produktivität der Weideflächen in den Talböden

2) Kontrolle invasiver Arten

3) Förderung gemeinschaftlicher Landnutzungspraktiken

4) Förderung nachhaltiger Landnutzungspraktiken

Um das Bewusstsein für unser neues Programm zu schärfen und verschiedene Interessengruppen im South Rift Valley zu inspirieren und zu aktivieren, nutzen wir die in dieser Region verfügbaren Medien. Dies geschieht über nationale und regionale Kampagnen mit Hilfe von Justdiggits Medienpartnern wie Havas Africa.

 Langfristige Auswirkungen

Natürlich ist die Wiederbegrünung das Ziel unseres neuen Projekts! Zu den weiteren erwarteten Auswirkungen gehören die Vergrößerung der nachhaltig bewirtschafteten Flächen, die Verbesserung des Wasserhaushalts und des Wasserflusses, die Verbesserung des politischen Umfelds und die Vergrößerung der nachhaltig bewirtschafteten Flächen in den Gemeinden. Die Gesamtwirkung des Programms besteht aus verbesserten und widerstandsfähigen Lebensgrundlagen, gesunden Weideflächen, biologischer Vielfalt und einem verbesserten und sicheren Mikro- und Mesoklima.