Was sind Grassamenbanken?

Grassamenbanken sind kleine Teile des Gemeindelandes, die für die Produktion von Gräsern und Grassamen genutzt werden. Die Gräser, die in den Grassamenbanken wachsen, werden mit einem sogenannten lebenden Zaun aus einheimischen Sträuchern vor Weidevieh und Wildtieren geschützt. Es sind also grüne Oasen in der unwirtlichen Umgebung!

Die Grassamenbanken werden von Massai-Frauengruppen in Kenia verwaltet und gepflegt. Sobald die Gräser ausgewachsen sind, produzieren sie Grassamen, welche die Frauen auf Märkten vor Ort oder an andere Wiederbegrünungsprojekte verkaufen.

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Grassamenbanken als soziale Unternehmen

In unseren Projekten in Kuku, Kenia & OOGR, Kenia haben wir angefangen, die Grassamenbanken in Unternehmen zur Wiederherstellung der Landschaft umzuwandeln. Diese Unternehmen basieren auf dem Verkauf der geernteten Grassamen auf dem Markt vor Ort. Das Ziel ist, die wirtschaftlichen Möglichkeiten für die Gemeinden vor Ort zu verbessern und gleichzeitig verödetes Land wiederherzustellen.

Neben einem zusätzlichen Einkommen für Frauen und mehr Grün in den trockenen Gebieten trägt dieses Projekt auch dazu bei, einheimische Weidegräser zu erhalten, die oft vernachlässigt und unterentwickelt sind, was den Markt und die Erhaltung betrifft.

Vorteile von den Grassamenbanken

Vorteile für die Frauen
Vorteile für die Umwelt

Vorteile für die Frauen

Der Verkauf der Gräser und der Grassamen, die von den Grassamenbanken geerntet werden, schafft eine Einkommensquelle für die Frauen, die die Grassamenbanken verwalten.

Dieses Einkommen dient als alternativer Lebensunterhalt und macht die Frauen unabhängiger. Es kann den Frauen dabei helfen, Schulgebühren zu bezahlen und die Gesundheitsversorgung zu finanzieren und ihre Familie zu unterstützen. Andere Menschen in den Gemeinden sehen den Erfolg der Grassamenbanken, wodurch die Frauen innerhalb ihrer Gemeinde ein höheres Ansehen genießen.

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Vorteile für die Umwelt

Die Gräser, die in den Grassamenbanken angebaut werden, ziehen Insekten und Kleintiere an.

Ihre Rückkehr kurbelt die Erholung des Ökosystems an und hilft auch der Vegetation um die Banken herum zu wachsen. Und die Grassamen, die an andere Wiederbegrünungsprojekte verkauft werden, tragen zur Wiederbegrünung weiterer Gebiete bei. Zum Beispiel in unseren Projekten mit Bunds (Sickerbecken)!

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Bienen als
Elefantenschreck

Elefanten fressen liebend gern die Gräser aus den Grassamenbanken. Leider verursacht dies Schäden an den Zäunen, die zum Schutz der Gräser verwendet werden, und am Gras selbst. Aber Save the Elephants hat eine innovative Lösung gefunden: der Einsatz von Bienenstöcken in den Zäunen der Grassamenbanken! Elefanten haben vor Bienen eine Heidenangst. Wenn sie versuchen, die Grassamenbanken zu betreten, wachen die Bienen in den Bienenstöcken auf und verscheuchen die Elefanten. 

Ein netter und großer Nebeneffekt für die Massai-Frauengruppen ist, dass die Bienen Honig produzieren. Die Frauen wurden darin geschult, wie sie diese Bienenstöcke pflegen und den Honig ernten können. Durch den Verkauf des Honigs schaffen sie sich ein zusätzliches Einkommen!